SKANDAL UM FÖRDERGELDER titelt die Autobild in der morgigen Ausgabe Nr. 22. Unter den kritischen Stimmen scheint die Autobild langsam den ADAC abzulösen. Es werden Gerold Neumann (GN) mit „zu viel“ und der Bund der Steuerzahler(BdSt) mit „Verschwendung von Steuergeldern“ zitiert.

In Rahmen des Forschungsprojektes „GRID Surfer“ (vgl. Artikel vom Mai 23, 2011) kaufte Next Energy drei von DBM Energy und L.E. mobile umgebaute Audi A2 um diese einem 3-monatigen Alltagstauglichkeitstest zu unterziehen. Einer der Audis kostet 120.000 Euro. GN findet den Kaufpreis nicht gerechtfertigt und stellt eine Summe von max. 71.300 Euro in den Raum. Karl H. Däke vom BdSt findet es sei die reine „Verschwendung von Steuergeldern“. Next Energy hingegen hält 360.000 für einen günstigen Preis. „Offen sei auch, wieso die Autos für den dreimonatigen Test gekauft und nicht beispielsweise Opel Ampera geleast wurden.“

Fazit von pressw0rds:

1. Wenn man ein Auto leasen will, muss es auch existieren. Opel Amperas sind erst ab Ende 2011 verfügbar und können rein elektrisch nur ca. 60km-80km zurücklegen.

2. Die EWE steuert 50% zu den Fördermitteln des Bundes hinzu (geschätzt 10 Mio Euro) Woher weiß der BdSt, dass es sich um Steuergelder und nicht um „Industriegelder“ handelt? Davon abgesehen, ist eine Investition in Schlüsseltechnologien wie die Elektromobilität und entsprechende Forschungsprojekte nie Verschwendung.

3. Was wäre denn gewesen, wenn die Fördergelder ins Ausland geflossen wären? Diese Schlagzeile wäre interessant gewesen…

Update:  In dem Artikel wird unter anderem die verantwortliche Bereichsleiterin Dr. Bettina Lenz mit dem Worten zitiert, dass sie das für einen „günstigen Preis“ halte. pressw0rds hat nachgefragt und sie hat nie mit einem Reporter der Autobild gesprochen. Eine anschließende Email mit einem Dementi und der Bitte um Klärung blieb unbeantwortet…

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