„Blender oder Wunderkind?“ titeln Welt online und die Morgenpost (pdf) in einem aktuellen Artikel. In dem Artikel wird zunächst kurz die Geschichte von DBM angerissen („was bisher passierte“) und im Anschluss ein Gespräch mit Mirko Hannemann wiedergeben. Die Aussagen, beziehungsweise wie diese wiedergegeben wurden klingen teilweise sehr fragwürdig, vor allem die Angaben zu den Gewinnen…

  • DBM beschäftigt 200 Leute (Nachtrag: Dies aber nur auf Honorarbasis. Festangestellt sind ca. 15 Leute)
  • produziert wird in Europa
  • Wie wird die Batterieproduktion finanziert? Die Kunden bezahlen Vorkasse
  • Dieses Jahr wird DBM einen dreistelligen Millionengewinn machen (und natürlich Umsatz) – diese Aussage stehen angeblich konträr zu der Aussage von Markus Röser im April, der da noch von einem Umsatz im einstelligen Millionenbereich redete

Update: Etwas Aufklärung zu den obigen Zahlen gibt es im Interview der Autogazette:

  • Nach erfolgreichen Test von BAM und DEKRA sind auch die Automobilhersteller wieder offener. Man hat eine Einladung von Daimler-Entwicklungsvorstand Thomas Weber bekommen und saß mit BMW und Audi zusammen
  • Audi und BMW zeigt sich interessiert – DBM will die Technologie (verständlicherweise) nicht aus der Hand geben. Nun soll die Batterie von einer (weiteren) unabhängigen Instanz geprüft werden
  • das Lekker Mobil wurde nicht mit 275.000 sondern mit 250.000 Euro gefördert
  • potentielles Ziel für dieses Jahr ist ein Auto mit einer Reichweite von 1.000km oder gar ein elektrisch betriebener Rennwagen
  • in Berlin-Brandenburg wird das größte Akku-Kraftwerk Europas mit einer Leistung von 10 MW gebaut
  • Umsatz DBM 2011: dreistelliger Millionenbereich
  • der Kolibri Akku hat eine Lebensdauer von 300.000km
  • ca. 30.000 Euro könnte ein Elektroauto mit Kolibri Batterie kosten welches ein Autobauer ab 1.1.2012 auf den Markt bringen würde

Kommentar: In diversen weiteren Artikeln ist „lediglich“ von einem dreistelligen Millionenumsatz die Rede – nicht Gewinn. Die Information aus dem Artikel der Welt/Morgenpost kann also als falsch betrachtet werden.

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