tv.Berlin hatte in der Sendung ‚Standort Berlin‘ mit Peter Brinkmann Mirko Hannemann zu Gast. Aufgenommen wurden die Videos in der Zeit vom 08.05-15.05.2011. Ein Interview: Teil 1 und  Teil 2 (Laufzeit 24:58min)

Wie groß ist (war) die (Lekker Mobil) Batterie?

Die Batterie war im Bereich Ersatzrad/Rücksitzbank verbaut. Das Volumen/Platzerfordernis ca. 3x so groß wie ein Tank, mit einer Höhe der Batterie von ca. 30cm.

Woher kommen die 15. Mio für die Forschung?
Fast alle Gelder (~95%) aus den Aufträgen wurden in die Forschung/Entwicklung gesteckt + ein „bißchen familiäre Unterstützung. […] Wir haben die letzten 6 Jahre tatsächlich nur für dieses Forschungsvorhaben gelebt.

Kommentar und These: Die Personalkosten von 15 Leuten in 6 Jahren betragen ca. 5 Millionen Euro (+-1 Mio). Verbleiben 10 Mio. Euro an Geldern aus den Aufträgen.

Was ist das Besondere an der Kolibri Batterie?

DBM ist es laut Aussage von MH gelungen den Separator noch dünner und filigraner, jedoch gleichzeitig so stabil zu gestalten, dass dieser extreme Belastungen aushält und sehr langlebig ist.

Kommentar: Das klingt durchaus plausibel. Li-tec scheint ein ganz ähnliches Konzept zu verfolgen: Sie haben eine Separatorfolie aus einem Keramikpulver entwickelt, die viel höhere Temperaturen aushält. Das macht die Akkus sehr langlebig und leistungsstark.

Warum gibt es bisher kaum Detailinformationen zur Technologie oder zu Patenten?

Zitat: „In der Firmengröße wie wir heute sind, haben wir ein sehr starkes Know-how Schutzbedürfnis. […] Und um nicht einfach das Know-How „blanko“ abzugeben, versuchen wir natürlich die Verträge zu unseren Gunsten zu gestalten. Und das ist eben nicht immer im Interesse der Autobauer. Hinzukommt, dass das Unabhängigkeitsverhältnis von Zulieferern für Autobauer enorm wichtig ist. So gibt es auch Stimmen die sagen: „nur Hannemann allein kann es ja nicht sein“ […]“

Informationen zu den Heimspeichern:

„Wir arbeiten diese Tage daran, dieses Batteriesystem in weitere Systeme, wie die stationären Energiespeicher, wie die Elektromobilität so  zu integrieren, dass es ein fester Bestandteil für zukünftige Systeme wird. […] Wir liefern unsere Technologie an verschiedene Hersteller von Solarmodulen, eben zum Speichern der Sonnenenergie wenn sie überschüssig ist. Das wird heute schon getan. […] Genau das ist ein Heimspeicher.  Das ist ein klassisches Produkt von uns.  […] Wir reden in einem klassischen Haushalt von 5-10kWh.“

 

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