Im ersten Teil des tv.Berlin Interviews (ab 02:00) erwähnt Mirko Hannemann ein Magazin, welches zum Amtsantritt von Obama erschienen ist und DBM Energy erwähnt. Das scheint ein wichtiger Startpunkt gewesen zu sein, denn daraufhin sind Industrieunternehmen auf DBM aufmerksam geworden und die Entwicklung von DBM Energy nahm seinen Lauf. pressw0rds hat recherchiert und einen potentiellen ‚Magazinkandidaten‘ gefunden:
FUCHS-BRIEFE, 63. Jahrgang / 59 – 30.07.2009: Der Obama-Impuls – Beginn einer neuen Investment-Ära. Der Artikel im Heft war mit „Neue Energiespeicher“ überschrieben. Der Artikel selbst ist hoch interessant, da es einer der ersten Artikel über DBM überhaupt ist:

  • die Lebensdauer des Akkus ist mit 5000 Ladezyklen und 10 Jahren angegeben
  • Temperaturbereich von -20 bis +60°C (keine extra Kühlung)
  • der Akku ist eine „neuartige Kombination aus Lithiumzelle, Schutzmodul und Steuerungstechnik“ (Zitat MH)
  • die Zeit für eine Nutzung im Elektroauto sieht MH noch nicht gekommen
  • der Akku wird als Zwischenspeicher für Energie aus alternativen Quellen ins Gespräch gebracht
  • Entwicklungskosten 15 Mio Euro
  • die Kosten des Akkus werden erwähnt

Die Quelle ist zwar veraltet, jedoch ist das die erste „offiziellere“ Quelle hinsichtlich der Kosten. Folgende Rechnung wird getätigt:

Kosten             Bleiakku Gabelstapler                 Lithiumakku von DBM 
Kaufpreis:       4000-5000 Euro (37,2 kWh*)      7000 Euro (26,88 kWh*)
Energiekosten/Jahr: 4835 Euro**                             604 Euro**
Wirkungsgrad:    10%                                              97%
Ladedauer:        6-8 Stunden                                  2 Stunden
* von pressw0rds ergänzt ** im Artikel werden 20-25 Cent / kWh angegeben

Die Kosten für den Bleiakku sind stark übertrieben (vgl. älterer Artikel von pressw0rds, Preis ca. 2200 Euro). Mit dem realistischeren Preis stimmt auch die Aussage von Gregor Falke wieder, dass der Kolibri Akku etwa das Vierfache eines Bleiakkus für Gabelstapler kostet. Das ist aber immernoch weit unter dem heutigen Preis für (andere) Lithiumbatterien von 1000 Euro / kWh.

Fazit: Bis auf kleinere Abweichungen im Temperaturbereich stimmt alles mit dem heutigen Stand überein. Bei den Elektroautos muss man den Kommentar entsprechend zeitlich einordnen – denn erst ein halbes Jahr später standen die Vertreter des BMWi vor der Tür und 1,5 Jahre später wurde die Rekordfahrt durchgeführt. Auf diesem Gebiet hat sich also viel getan. Die Kosten sind ein historischer Anhaltspunkt – für mehr reicht es (leider) jedoch nicht…

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