Archive für Kategorie: Kolibri Power Systems AG

Es ist viel Zeit ins Land gegangen – euch allen ein gesundes und frohes neues Jahr 2015. Allen Kritikern und Gegnern zum Trotz gibt es die Kolibri Power Systems AG und DBM Energy noch immer. Das Unternehmen hat mittlerweile über 30 Mitarbeiter und entwickelt sich :-)

Damit der Blog mit der Gesamthistorie über DBM Energy und die Kolibri Power Systems AG einigermaßen vollständig bleibt wird es hier (in sporadischen Abständen) eine Zusammenfassung vom aktuellen Geschehen geben.

  • September 2013 Der Deutschlandfunk geht der Geschichte des Kolibri Akku nach.
  • Mai 2014 Die KPS hat einen Auftrag von Qatar Airways mit einem Volumen von mehr als 1,5 Megawattstunden erhalten. Zahlreiche Medien (1,2,3)  und sogar die Staatssekretären Brigitte Zypriess berichteten.
  • Januar 2015 Guter Artikel der Berliner Zeitung zum aktuellen Stand.

Die Firma Raywaver International  bietet den Kolibri Akku in Kombination mit Ihrer Raywaver Vertikal-Kleinwindkraftanlage an (deutsch /english). Dabei handelt es sich um eine Windkraftanlage, die fast geräuschlos arbeitet und windrichtungsunabhängig ist. Sie basiert auf einer Noveol Turbine. In Kombination mit dem Kolibri Akku kann die Gesamteffizienz der Anlage gesteigert werden, da eine entsprechende Zwischenpufferung erfolgt. Raywaver beschreibt den Kolibri Akku mit folgenden Daten:

  • Wirkungsgrad von 97%
  • Kalendarische Lebenserwartung von 20 Jahren
  • 5.000 Vollladezyklen bei einer verbleibenden Restkapazität von 80%
  • Kein Kühl- und Lüftungssystem nötig
  • Kompakt, Sicher, Skalierbar …

– pressw0rds exclusive

Der ein oder andere hat es vielleicht verfolgt: Es gibt ein Projekt der Bundesregierung ‚Effizienzhaus Plus‘ genannt. In Berlin steht eines davon und wird seit März 2012 von einer vierköpfigen Familie bewohnt. Effizienzhaus Plus bedeutet, dass das Haus mehr Strom erzeugt als es verbraucht. Mehr Infos zum innovativen Konzept und vieles mehr gibt es auf den Seiten des Bundesministeriums.

Was viele aber nicht wussten ist, dass einer von zwei stationären Batteriespeichern ein 20 kWh Kolibri Akku ist. Die Batterie wird im weiteren Verlauf 2012 im Haus installiert und ist dann Gegenstand ausgiebiger Forschung und Analysen. Was wird untersucht?

  • Ermittlung der Batteriekapazität mit Veränderungen über den Nutzungszeitraum mit Extrapolation des Startzustandes und der Prognose über den Lebenszyklus
  • Überprüfung der Betriebsstrategie und Erarbeiten von Vorschlägen zur Optimierung von Nutzungsdauer und Kapazitätserhalt
  • Aufnahme, Beschreibung und Kommentierung der Betriebsstörungen
  • Bewertung der Sicherheitsaspekte gealterter Li-Ionen-Zellen
  • Beschreibung des Instandhaltungsaufwandes mit Prognose der Entwicklung über den Lebenszyklus

Es wird ebenfalls eine Marktstudie (aller am Markt verfügbaren stationären Batteriesysteme) angefertigt, wo diese Ergebnisse dann einfließen.

Interessant wird auch der direkte Vergleich zum anderen Akku. Dabei handelt es sich um eine prototypische Entwicklung aus Zitat: „7250 (~40 kWh) gebrauchten Li-Ionen-Zellen des Typs 18650 (Notebookakkus), die von der Firma BMW aus deren Versuch mit der Mini-E-Serie zur Verfügung gestellt wurden.“ Viele werfen der DBM/Kolibri Power Systems AG vor, dass der Kolibri Akku unwirtschaftlich, zu teuer oder aus Standardakkus zusammengebaut wurde. Diese Untersuchung hat das Potential alles zu entkräften oder den warnenden Stimmen der Kritiker zu Recht zu geben.

Die Kolibri Power Systems AG ist seit 2 Wochen Mitglied in der ‚ASSOCIATION FOR STORAGE OF ENERGY (EASE)‘. Was ist die EASE? Die EASE ist eine EU weite Vereinigung zur Verbreitung, Förderung und Koordination von Fragen rund um die Energiespeicherung (klingt für mich nach 5. Gewalt – aber ist ja für eine gute Sache :).

Hier die Quelle. Und noch ein Nachsatz für die ganz Spitzfindigen: die KPS AG taucht noch nicht in der Mitgliederliste auf, weil sie noch kein hochauflösendes Logo übermittelt haben…

– pressw0rds exclusive

Es gibt eine Präsentation von Stephan Schwartzkopff, Leiter des GPM-Hauptstadtbüros, die ein paar Hintergründe zu der Preisverleihung des Roland Gutsch Awards an Mirko Hannemann schildern. Der Roland‐ Gutsch‐Project‐Management‐Award sollte eigentlich schon ein Jahr früher an Mirko Hannemann verliehen werden. Doch dann brannte die Halle inklusive Lekker Mobil ab und die Preisverleihungsentscheidung wurde ausgesetzt. Danach passierte folgendendes, Zitat: “

Auf der HMI (Hannover Messe, Anm. presw0rds) 2011 stand ein Nachbau auf dem BMWi‐Stand. Erneute Recherche. Ich (Stephan Schwartzkopff, Anm. pressw0rds) fand den Augenzeugen aus dem BMWi, der die Fahrt begleitet hat. Wir führten zusammen mit dem BSM Bundesverband Solare Mobilität Interviews durch. Und schickten ein TV‐Team zu den Referenzorten. Die Jury entschied sich mehrheitlich für die RG‐Award‐Vergabe. Wir haben den Preis nach einer Pressekonferenz am 28.11.2011 vergeben.

Weiterhin gab es am 16.12.2011 im Hauptstadtbüro der GPM  ein Experten‐Nachgespräch  mit dbm‐energy, Kolibri‐Power‐Systems, BMWi, BSM, BATSO e.V., Wallner GmbH und weiteren Gästen. Inhalte aus diesem Gespräch sind nicht bekannt.

Und was sagt uns das?

Die GPM Jury vergibt/vergab den Preis nicht leichtfertig. Es gibt Recherchen, Interviews und Videoaufnahmen von Referenzorten. Jeder, der noch immer an der Rekordfahrt zweifelt ignoriert die Fakten.

Der pressw0rds Leser UJF lieferte folgenden Hinweis, dass Mirko Hannemann nicht mehr im Vorstand der Kolibri Power Systems AG ist. Der Hinweis wurde wie folgt kommentiert: „Eine Personalie, die pressw0rds ruhig hätte herausstellen dürfen.“ Lieber UJF auch pressw0rds bemerkt nicht alles was um die DBM/KGPS AG passiert, daher wird jeder Hinweis dankend entgegengenommen :-)

Hier die ursprüngliche Info aus dem Bundesanzeiger:

„Amtsgericht Frankfurt am Main Aktenzeichen: HRB 93739; Bekannt gemacht am: 29.05.2012 12:00 Uhr; Veränderungen 22.05.2012 Kolibri Power Systems AG, Frankfurt am Main, Neue Mainzer Str. 75, 60311 Frankfurt am Main. Nicht mehr Vorstand: Hannemann, Mirko, Erfurt, *01.02.1983. Bestellt gemäß § 105 Abs. 2 AktG als Vorstand: Leitermann, Richard, Kronberg im Taunus, *11.03.1961. Bestellt als Vorstand: Dr. Naber, Helmut, Germering, *01.04.1957.“

Da pressw0rds natürlich nicht nur, wie manch anderer an der Oberfläche schürft* (Achtung Sarkasmus :-), ist diese Info natürlich nur die halbe Wahrheit. Pressw0rds hat recherchiert und größere Umstellungen in der KPS AG entdeckt:

  • Stammkapital: 55.555,00 Euro
  • Vorstand: Richard Leitermann und Helmut Naber
  • Aufsichtsrat: Helmuth von Grolmann, Richard Leitermann, Richard Gaul
  • Aktionäre: EQCAP GmbH (52%),  DBM Enterprises GmbH (45,90%), spv Kolibri GmbH (2,10%)
    • EQCAP Vermögensverwaltung – Geschäftsführer: Helmuth von Grolmann
    • DBM Enterprises GmbH (15.10.2010 gegründet)  Gesellschafter: 50% Mirko Hannemann, 50% Frank Mattke
    • spv Kolibri GmbH (02.02.2012 gegründet) Geschäftsführer: Dr. Jörg Ascher

Weiterhin wurde die ’spv energy GmbH‘ von Alexander Baratta gegründet mit einer Einlage von 25.000 Euro und dem Ziel, Zitat: „ Gegenstand: die Beteiligung an anderen Gesellschaften, insbesondere an der KOLIBRI POWER SYSTEMS AG.“ Auf der Homepage wird Dr. Baratta (neben Norbert Müller und Thomas Rüschen) bereits als Aufsichtsratmitglied geführt, eine entsprechende Registerbekanntmachung ist jedoch noch nicht erfolgt.  Es wird also höchstwahrscheinlich noch mehr Firmen(beteiligungen) geben.

Update: UJF läßt nicht locker und hat auch diesen Artikel (fehlerhaft) kommentiert.

[…] und sie stimmen auch nur teilweise. Frank Mattke ist beispielsweise bereits am 12.1.2011 (!) als Gesellschafter aus der DBM Enterprises ausgeschieden, die daraufhin zur Holding für die DBM Energy wurde.

Also Frank Mattke ist am 26.01.2011 als Geschäftsführer ausgeschieden und nicht als Gesellschafter. Gesellschafter != Geschäftsführer. Zitat Bundesanzeiger: „Veränderungen; 26.01.2011; DBM Enterprises GmbH, […] Nicht mehr Geschäftsführer:; 1. Mattke, Frank; […]„. Davon, dass Frank Mattke als Gesellschafter ausgeschieden ist, findet sich nichts im Unternehmensregister des Bundesanzeigers.

Den folgenden Artikel möchte ich den pressw0rds Lesern nicht vorenthalten, obwohl ich heute nicht mehr schaffe, diesen komplett zu kommentieren. Zunächt das Positive: Es ist der seit langem umfangreichste (8 Seiten) und ausführlichste Artikel über Mirko Hannemann und die DBM/KPS.  Er erschien in der  deutschen Wirtschaftszeitschrift Brand eins und wurde von pressw0rds Abonnent Ulf J. Froitzheim geschrieben. Es gibt zahlreiche neue Informationen und etliche bekannte Infos, von denen sicherlich einige von pressw0rds inspiriert sind :-)

Nun zur Kritik: Auch wenn teilweise nicht schlecht recherchiert wurde stecken doch viele Fehler im Bericht und einige Aussagen werden ohne Belege in den Raum gestellt. Hier hätte ich mehr erwartet. Ich werde im Laufe der Zeit die fragwürdigen Stellen ergänzen und freue mich auf eine angeregte Diskussion :-)

Aussage: „DBM Energy fängt bei null an, ohne Sacheinlagen, verfügt aber schon am Gründungstag über einen Lithium-Akku.“

Mirko Hanemann bekam im Jahr 2005 den Auftrag einen Hochleistungsakku zu entwickeln. Als das „geglückt“ war, gründet er die DBM Energy um weiter daran zu forschen und den Akku zu vertreiben. Der Akku ist also nicht am Gründungstag aus der Luft gefallen, sondern wurde über Jahre zuvor entwickelt. (Was auch später im Artikel so erwähnt wird).

Aussage: „Tags darauf bringt der Anleger-Newsletter »Fuchsbriefe«, zu dem er und Mattke Verbindungen haben“

Quelle? Beweis?

Aussage: „Mit einer Ladung halte ein 80-Kilo-Pack aus Lithium-Polymer-Zellen (LiPo) so lange durch wie ein 1,5 Tonnen schwerer Blei-Säure-Block mit zwei Ladungen. Das wäre eine sensationelle Energiedichte, höher als die des Lithium-Luft-Akkus der IBM-Grundlagenforscher, der als Nonplusultra gilt – 1000 Wattstunden pro Kilogramm (Wh/kg).“

Woher diese Zahlen kommen ist ein Rätsel. Der Kolibri Akku aus dem Papstar Rennen wog 100kg und der Bleiakku 1170kg (Quelle). Der Kolibri Akku hat knapp 3h länger durchgehalten – also 9,3h >< 12h (1Ladung vs. 2Ladungen??). Von einer Energiedichte von >1000 Wh/kg steht nichts in den Fuchsbriefen und es hat nie jemand etwas derartiges berichtet oder geschrieben, das ist absoluter Unsinn.

Aussage: „In einer Broschüre präsentiert sich DBM Energy bald darauf als Entwickler von Akkus, die schon in Luft- und Raumfahrt, Motoryachten und Werkzeugen im Einsatz seien – ohne konkrete Referenzen.“

Quelle?

Aussage: „Woldt notiert, Hannemann sei „studierter Physiker an der TH Ilmenau“, dabei war dieser dort von 2003 bis 2007 im Studiengang Medientechnologie eingeschrieben.“

Wo man eingeschrieben ist und was man studiert kann durchaus ein Unterschied sein. Mirko Hannemann hat (laut seiner eigenen Aussage) angewandte Physik und Elektrotechnik studiert (Quelle 1. Video 1:40). Er hat das Studium aber nicht abgeschlossen (was er auch zugibt).

Ursprünglich war Mirko Hannemann als Sprecher zum Eröffnungssymposium des VDE Batterie- und Umweltzentrums geladen, aber im finalen Programm wurde er dann durch Tim Schäfer (Li-Tec) ersetzt. Welche Seite abgesagt hat, ist derzeit unklar – und wieder eine verpasste Chance für Mirko Hannemann und die KPS AG.

 

Es gibt einen Artikel in der Wirtschaftswoche über DBM Energy. Das meiste ist bereits bekannt (cleanthinking.de und pressw0rds berichteten). Eine neue Info ist jedoch dabei: Mirko Hannemann rüstet derzeit vier Renault Twizy auf den Kolibri Akku um. Um welchen Akkutyp (Lekker Mobil oder Silberpfeil) es sich handelt lässt der Bericht offen…

Viele hatten mit dem Thema DBM/KPS AG bereits abgeschlossen – aber soeben ist die neue zweisprachige Homepage online gegangen: http://www.kolibri-ag.com/.
Es gibt derzeit drei Hauptkategorien:

  1. Unternehmen
  2. Produkte
  3. Kontakt

Zu 1.) Es wird kurz auf die Historie, das Management und den Aufsichtsrat eingegangen. Der Aufsichtsrat besteht aus 6 Mitgliedern, Norbert Müller und Dr. Alexander Baratta waren bisher noch nicht bekannt.
Zu 2.) Es gibt folgende Produkte:

Zu 3.) Kontaktmöglichkeit und Pressesprecher

Der Anfang ist vielversprechend; hoffen wir, dass weitere Inhalte folgen.

Lange Monate passierte nichts um DBM Energy / Kolibri Power Systems und dann ist man ein Wochenende nicht da ;-)

Es gibt ein neues Interview (PDF) von Mirko Hannemann mit etlichen Infos:

  • Im Adlerhof gibt es eine Zitat: „bolzplatzgroße Produktionshalle“
  • über Ostern wurde dort der erste Akkuspeicher fertig gestellt welcher in einem Umspannwerk in Rheinlandpfalz in Betrieb gehen wird
  • ein solcher Speicher kann eine Kapazität von bis zu 5MWh besitzen
  • In Feldheim wird derzeit ein 10 MWh Speicher gebaut (pressw0rds berichtete)
  • Bis zu 60 Mitarbeiter werden im Laufe des Jahres für die KPS AG arbeiten
  • Thomas Rüschen wird im Aufsichtsrat der KPS AG sitzen
  • bei BAM Test lieferten die Kolibri Akkus bei +100° und bei -40° die gleichen Werte bis auf die zehnte Nachkommastelle – was daran liegt, dass der Kolibri Akku ohne Flüssigkeiten auskommt

Am Wochenende ist die Homepage für einen Relaunch offline gegangen. Im Text wird ersichtlich, dass Dr. Helmut Naber im Vorstand der KPS AG sitzen wird. Er arbeitete ursprünglich für MAN und betreibt heute eine Beratungs- und Consulting Firma. Die Kolibri Power Systems AG wird in Frankfurt und das Entwicklungszentrum in Berlin ihren Sitz haben.

All diese Neuigkeiten wurden auch von cleanthinking aufgegriffen…

Im Internet gibt es derzeit Irritationen (z.B. 1,2) darüber, warum Mirko Hannemann den Vortrag auf dem Kongress Lebenswelt Elektromobilität  „abgesagt“ hat.  In einem Vorprogramm war dieser noch enthalten, im eigentlichen Programm nicht mehr. pressw0rds hat beim Veranstalter nachgehakt:

Mirko Hannemann sollte auf dem Kongress über die Feldversuchserfahrungen bei Next Energy berichten. Zu diesem Thema wollte und hat dann Next Energy vorgetragen. Aus diesem Grund war eine Mitwirkung von M.H. nicht mehr notwendig, zumal er zeitlich auch nicht zur Verfügung stand.

Kommentar: Also kein Grund in Panik zu geraten ;-)

Heimlich still und leise hat DBM Energy die Geschäftsräume in der Lankwitzer Straße 42-43 verlassen und ist in die Rudower Chaussee 44 umgezogen. Wer sich die Strasse mal in *oogle / *ing Maps anschaut wird nur mit dem Kopf schütteln. Das liegt aber daran, dass das Kartenmaterial stark veraltet ist. Hier und hier gibt es neuere Bilder.
Die Rudower Chaussee 44 gehört zum Berliner Adlershof – einem der modernsten Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorte Deutschlands. Im Adlershof befinden sich neben knapp 900 Unternehmen mit rund 2 Mrd. Umsatz auch etliche Forschungseinrichtungen. Es gibt 4 sogenannte Schwerpunktcluster

  • IT und Medien
  • Mikrosysteme und Materialien
  • Bio- und Umwelttechnologie
  • Photonik, Optik und Photovoltaik

Die Nummer 44 ist das so genannte „Oktogon – Campus für Gewerbe und Technologie“. Auf der klassischen Sheddachkonstruktion der ehemaligen Fertigungshalle entsteht Berlins größte Photovoltaik-Dachanlage mit einer Gesamtnennleistung von 1.010 kwp und einen jährlichen Energieertrag von 820 MWh. Bis Anfang 2013 entsteht auf dem 55.000 Quadratmeter Grundstück zwischen Rudower Chaussee, Hermann-Dorner-Allee und James-Franck-Straße ein Hallen- und Bürokomplex aus 14 Gebäuden mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 60 Mio. Euro. Die Neubauten werden als Green Buildings zertifiziert und ebenfalls mit Photovoltaikmodulen bestückt. Weitere Infos gibt es hier und hier.

Fazit: Der Umzug macht also durchaus Sinn – raus aus der Frickelbudenatmosphäre der Lankwitzer Strasse in repräsentative Büroräume mit der Möglichkeit der Hallenanmietung. Die gute Vernetzungsmöglichkeit mit Firmen und Forschungseinrichtungen im Adlershof (z.B. Solon ein DBM Partner/Kunde hat seinen Sitz im Adlershof) ist ein weiter Pluspunkt. Die Solaranlage auf dem Dach ist dann das i-Tüpfelchen.

Wie im letzten Interview von Mirko Hannemann erwähnt, muss es irgendwo einen Heimspeicher mit Kolibri Akkus von DBM Energy geben. Pressw0rds recherchiert mögliche Partner:

1.) Heimspeicher von E3/DC
E3/DC ist aus der Insolventen Wilhelm Karmann GmbH hervorgegangen und ist einer der Partner im GridSurfer Projekt, bei dem auch DBM Energy mit drei eAudis beteiligt ist. Interessanterweise bietet die Firma Hauskraftwerke der Größe 5,4-9 kWh an, was zur Aussage Mirko Hannemanns von 5-10kwH passen würde. Weiterhin kooperiert E3/DC mit dem Solarhersteller SES21. Auf ihrer Homepage schreiben Sie zwar: „Die Batterieeinheit besteht aus hochwertigstem Li-Ionen Zellen (Typ 18650) eines führenden japanischen Herstellers“ jedoch kann die Batterieeinheit sehr leicht getauscht werden. Ebenfalls schreibt E3/DC in folgendem Produktflyer von einem Batterieladewirkungsgrad der Batterie von 97%. Ring a bell?

2.) Energiespeicher von Younicos/Solon
In einem Artikel der Wirtschaftswoche aus dem vergangenen Jahr wird eine Kooperation von DBM Energy und Solon SE erwähnt, einem deutschen Solarenergieunternehmen mit Sitz in Berlin:  „Zusammen mit Solon, dem Berliner Photovoltaik-Hersteller, arbeitet er (MH) an einem Schuhkarton großen Akku mit einem Speichervermögen von bis zu fünf Kilowattstunden, der im Keller eines Hauses die auf dem Dach eingefangene Sonnekraft puffern soll. Solon-Technikvorstand Lars Podlowski will den Stationärspeicher in zwei bis drei Jahren serienreif haben. […]“ Solon selbst hat keine Energiespeicher im Programm, sondern kooperiert mit Younicos, einer Firma die von Solonfirmengründer Alexander Vogt gegründet wurde. Zitat aus einem Artikel über Younicos: „Voigt gründete 1997 gemeinsam mit Freunden in Berlin die Solon AG, die in Europa zu den größten Photovoltaik-Anbietern zählt. 1999 baute das Unternehmen Q-Cells mit auf, um die Anlagen auch selbst herzustellen. Seit 2008 ist Voigt Vorstand der Younicos AG, die er im selben Jahr gegründet hat und die auf Speichertechnik spezialisiert ist.“ Younicos hat unterschiedliche Energiespeicher im Programm:

  • Mobiler Bürospeicher (0,7 kWh)
  • Heimspeicher (4 – 12 kWh)
  • Ladestation mit Speicher
  • Großspeicher z.B. für die autonome Energieversorgung (1 MWh Testanlage im Berliner Adlershof bei Solon, Simulation einer autarken Versorgung einer Gemeinde mit 1500 Einwohnern)

3.) Speicher der SBWW GmbH
Bei den Speichern wird neben Bleiakkus, Redox-Flow Batterien auch der Kolibri Akku erklärt. Warum sollten sie das tun, wenn sie keinen anbieten?

Fazit:
Neben der Kooperation im Bereich der Heimspeicher könnte Younicos/Solon ebenfalls Partner beim Bau der 10 MWh Anlage sein – die Erfahrung bringen sie zumindest mit … Wer auch immer die Partner und Kunden von DBM Energy bzw. der Kolibri Power Systems AG sind, wir werden es in den nächsten Tagen erfahren…

Das Management der KPS AG besteht derzeit aus vier Personen:

1. Mirko Hannemann (DBM Energy)
2. Helmuth von Grolman (Unternehmensberater, ehemaliges Mitglied der Geschäftsbereichsleitung der Daimler Benz AG)
3. Richard Leitermann (Rechtsantwalt u. a. für Wirtschafts-/Unternehmensrecht, Gesellschaftsrecht)
4. Richard Gaul (selbstständiger Kommunikationsberater, 22 Jahre Kommunikationsdirektor bei BMW,  berät u.a. acatech, Bundesverband der Industrie, PR-Manager des Jahres 2005, u.v.m., sehr sympatisches tv.Berlin Interview: Teil 1 und 2)

Update aus einem aktuellen Artikel von cleanthinking: Die URLs für die KPS AG sind vermutlich kolibri-ag.com. und kolibri-ag.de.

Wie bereits in Artikeln von cleanthinking und der Morgenpost (als PDF) angedeutet, wurde eine Aktiengesellschaft unter dem Namen „Kolibri Power Systems AG“ gegründet. Eine entsprechende Neueintragung findet sich seit dem 10.05.2011 beim Unternehmensanzeiger (vgl. elektronischen Bundesanzeiger). In einigen Foren / Kommentaren wurde die Gründung angezweifelt – hier also der Beweis.

Neueintragung

(06.05.2011. Satzung vom 15.02.2011)

Firma: Kolibri Power Systems AG

[…]

Gegenstand: Der Erwerb, die Entwicklung, die Verwaltung und die Verwertung – auch im Wege des e-commerce – von Lizenzrechten im In- und Ausland, insbesondere im Bereich Energiespeichersysteme; die Gründung von in- und ausländischen Gesellschaften sowie der Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen jedweder Art an in- und ausländischen Gesellschaften im eigenen Namen auf eigene Rechnung und nicht für Dritte; die Unterstützung der Gesellschaften an denen sie beteiligt ist. Stamm- bzw. Grundkapital: 50.000,00 EUR

Vertretungsregelung: Ist ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft kann einzelnen Vorstandsmitgliedern das Recht zur alleinigen Vertretung erteilen.

Vorstand:; 1. Hannemann, Mirko, *01.02.1983, Erfurt; mit der Befugnis Rechtsgeschäfte als Vertreter Dritter abzuschließen

Rechtsform: Aktiengesellschaft; Satzung vom: 15.02.2011.