Archive für Kategorie: Presse -andere-

Es ist viel Zeit ins Land gegangen – euch allen ein gesundes und frohes neues Jahr 2015. Allen Kritikern und Gegnern zum Trotz gibt es die Kolibri Power Systems AG und DBM Energy noch immer. Das Unternehmen hat mittlerweile über 30 Mitarbeiter und entwickelt sich :-)

Damit der Blog mit der Gesamthistorie über DBM Energy und die Kolibri Power Systems AG einigermaßen vollständig bleibt wird es hier (in sporadischen Abständen) eine Zusammenfassung vom aktuellen Geschehen geben.

  • September 2013 Der Deutschlandfunk geht der Geschichte des Kolibri Akku nach.
  • Mai 2014 Die KPS hat einen Auftrag von Qatar Airways mit einem Volumen von mehr als 1,5 Megawattstunden erhalten. Zahlreiche Medien (1,2,3)  und sogar die Staatssekretären Brigitte Zypriess berichteten.
  • Januar 2015 Guter Artikel der Berliner Zeitung zum aktuellen Stand.

Die Kolibri Power Systems AG ist seit 2 Wochen Mitglied in der ‚ASSOCIATION FOR STORAGE OF ENERGY (EASE)‘. Was ist die EASE? Die EASE ist eine EU weite Vereinigung zur Verbreitung, Förderung und Koordination von Fragen rund um die Energiespeicherung (klingt für mich nach 5. Gewalt – aber ist ja für eine gute Sache :).

Hier die Quelle. Und noch ein Nachsatz für die ganz Spitzfindigen: die KPS AG taucht noch nicht in der Mitgliederliste auf, weil sie noch kein hochauflösendes Logo übermittelt haben…

Es gibt einen Artikel in der Wirtschaftswoche über DBM Energy. Das meiste ist bereits bekannt (cleanthinking.de und pressw0rds berichteten). Eine neue Info ist jedoch dabei: Mirko Hannemann rüstet derzeit vier Renault Twizy auf den Kolibri Akku um. Um welchen Akkutyp (Lekker Mobil oder Silberpfeil) es sich handelt lässt der Bericht offen…

Lange Monate passierte nichts um DBM Energy / Kolibri Power Systems und dann ist man ein Wochenende nicht da ;-)

Es gibt ein neues Interview (PDF) von Mirko Hannemann mit etlichen Infos:

  • Im Adlerhof gibt es eine Zitat: „bolzplatzgroße Produktionshalle“
  • über Ostern wurde dort der erste Akkuspeicher fertig gestellt welcher in einem Umspannwerk in Rheinlandpfalz in Betrieb gehen wird
  • ein solcher Speicher kann eine Kapazität von bis zu 5MWh besitzen
  • In Feldheim wird derzeit ein 10 MWh Speicher gebaut (pressw0rds berichtete)
  • Bis zu 60 Mitarbeiter werden im Laufe des Jahres für die KPS AG arbeiten
  • Thomas Rüschen wird im Aufsichtsrat der KPS AG sitzen
  • bei BAM Test lieferten die Kolibri Akkus bei +100° und bei -40° die gleichen Werte bis auf die zehnte Nachkommastelle – was daran liegt, dass der Kolibri Akku ohne Flüssigkeiten auskommt

Am Wochenende ist die Homepage für einen Relaunch offline gegangen. Im Text wird ersichtlich, dass Dr. Helmut Naber im Vorstand der KPS AG sitzen wird. Er arbeitete ursprünglich für MAN und betreibt heute eine Beratungs- und Consulting Firma. Die Kolibri Power Systems AG wird in Frankfurt und das Entwicklungszentrum in Berlin ihren Sitz haben.

All diese Neuigkeiten wurden auch von cleanthinking aufgegriffen…

pressw0rds berichtete im vergangenen Jahr über eine Fahrt der Firma Bea-Tricks von Flensburg nach München. Auch wenn die Fahrt damals erfolgreich war, waren die Bedingungen – um es milde auszudrücken – sehr unrealistisch. 65 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit und 1400kg Akkugewicht sind nur zwei Beispiele für die Realitätsferne dieser Aktion. In der Zwischenzeit gab es eine erneute Fahrt über 1000km von Berlin zur eCarTec Messe in Paris. Beatricks hat nachgebessert und beispielsweise den Akku um 500kg „erleichtert“ – bei angeblich gleicher Energie. Wenn also die alte Batterie eine Energiedichte von 128Wh/kg (1400kg; 180kWh) mitbrachte, soll der neue Akku eine Energiedichte von 200 Wh/kg (900kg; 180kWh) haben, was ganz beachtlich ist. Trotz dieser Verbesserung und der erfolgreichen Fahrt nach Paris wurde ein Lieferwagen benutzt um den Akku transportieren zu können, da 900kg eben immernoch zu viel ist. Über die Kosten des Akkus und des Projektes schweigt sich die Firma aus. Ein lediglich kleiner Schritt auf einem noch langen Weg findet pressw0rds…

Wir befinden uns im Jahre 2012 n. Chr. Ganz Deutschland ist von den großen Energiekonzernen abhängig… Ganz Deutschland? Nein, eine kleine unbeugsame südbrandenburgische 148-Seelen-Gemeinde leistet Widerstand. Die Bewohner sind energetische Selbstversorger, die Strom und Wärme aus Wind, Mais und Gülle gewinnen. Ursprünglich wollten sie dem Energieversorger EON das Stromnetz abkaufen, aber als der das ablehnte verlegten sie die Kabel kurzerhand auf eigene Faust und gründeten einen eigenen örtlichen Energieversorger. Da die Energiequelle GmbH keinen Gewinn machen muss, kostet die kWh 16,6 Cent statt der 24 Cent von EON. Mittlerweile gibt es 43 Windräder und was wird gemacht wenn mal kein Wind weht? Noch in diesem Jahr wird ein Akkukraftwerk von DBM Energy in Feldheim installiert, welches Windstrom zwischenpuffert und bei einer Flaute wieder ins Netz zurückspeist. Laut DBM Energy wird der Feldheimer Strompuffer der größte Akkuspeicher Europas und die Bewohner knapp eine Woche lang versorgen können. Weitere Infos zum pressw0rds Artikel gibt es hier und hier.

Entgegen der von pressw0rds geäußerten Vermutung kooperiert das Elektroauto Projekt Mindset nicht mit der DBM Energy, sondern mit der H-Tech AG. Hinter der Firma steckt der Erfinder Jörg Hempel mit Michael Hilti als Geldgeber. Wenn man Jörg Hempel googelt findet man ein interessantes Youtube Video und eines seiner Patente.

Der neuartige Lithium-Ionen Akku des Mindset wurde am 24. Januar 2012 auf einem Rollenprüfstand des TÜV-Süd getestet. Der Akku hat folgende Eigenschaften:

  • 200kg Gewicht
  • 52 KWh Energie
  • = 260 Wh/kg Energiedichte
  • sichere thermische Eigenschaften beim Laden und Entladen
  • hervorragende Ladezeiten

Erreicht werden diese Werte durch ein neuartiges Ladeverfahren in Kombination mit der Konditionierung von Lithium-Ionen Zellen. Das Verfahren ist zum Patent angemeldet / befindet sich derzeit in Patentierung. Die Mindset AG darf die Technologie erstmalig und exklusiv im Bereich der Elektromobilität einsetzen. Grundsätzlich ist die Technik überall einsetzbar.

Wenn die Daten und Ergebnisse stimmen, wäre das in der Tat ein Durchbruch. Auch wenn Mindset nicht mit DBM kooperiert, sind die Parallelen zwischen beiden Akkus auffällig: ähnlich hohe Energiedichte (Lekker Mobil), Sicherheit und herausragende Ladezeiten. Zum Nachlesen gibt es die offizielle Pressemeldung von Mindset hier.

Am Freitag den 27.01.2012 um 15:10 kam es aufgrund eines Brandes bei Next Energy zu einem Feuerwehreinsatz. Was war passiert?

Eine 1,5kg Lithium-Ionen Batterie war bei Tests in einem Klimaschrank explodiert. Der Klimaschrank flutete das Innere mit Stickstoff und löste die Brandmeldeanlage aus. Nach dem die Feuerwehr angerückt war, belüftete sie den Raum mit starken Ventilatoren und entfachten dadurch ein Glutnest (eine Rolle Reinigungspapier). Bei Messungen wurden keine gefährlichen Konzentrationen von Gasen und Chemikalien gefunden. pressw0rds hat bei Next Energy nachgefragt, ob es sich bei den entzündeten Akkus um Kolibri Akkus gehandelt hat. Dies war laut Next Energy nicht der Fall, da die Kolibris in den 3 Test-Audis verbaut sind.

energy TV24 hat ein Video der Roland Gutsch Management Award Preisverleihung online gestellt. Helmuth von Grolman war ebenfalls mit dabei. Leider gibt es keine nennenswerten neuen Informationen.

In der Autogazette gibt es einen Artikel über den Langzeittest bei Next Energy. Nach etwas längerer Pause ist auch Mirko Hannemann mal wieder direkt zu hören: „Drei Monate sind drei Monate“, „Das ist doch ein guter Anfang.“ und „Dafür dass mancher Kritiker laut tönte, unsere Batterie sei speziell hochgezüchtet und lässt sich nicht mehr als zweimal aufzuladen . . .“

Informationen:

  • Heute wird/wurde der Management Award an MH verliehen
  • Infos zum Langzeittest (selbst mit Klimaanlage 230km möglich)
  • Kolibri Akkus kommen ohne extra Kühl/Wärmesystem aus
  • LE Mobile musste ein Steuergerät wegen eines Wassereinbruchs austauschen, kennt nun aber diese Schwachstelle
  • Sven Streubel schätzt, dass die Heizung im Winter 10-20km Reichweite „kostet“
  • LE Mobile will eine größere Stückzahl an Kolibri Akkus von DBM beziehen

In der aktuellen AutomobilKONSTRUKTION wird in einem Artikel der Serie „Alternative Antriebe“ kurz DBM Energy erwähnt.

 – pressw0rds exclusive –

Mirko Hannemann von DBM Energy erhält am 9. parlamentarischen Abend der GPM (28.11.2011 in Berlin) den 4. Roland Gutsch Project Management Award.

Zitat: „Die GPM ehrt (Mirko Hannemann) als den Leiter dieses F&E-Projekts für den Innovationscharakter, für das beobachtbare Erreichen von ambitionierten Zielen in kurzer Zeit und für die nicht ungestörte, aber letztlich konsequente Weiterarbeit in der Sache in Richtung Alltagstauglichkeit. Mit seiner Weltrekordfahrt in einem Elektroauto von München nach Berlin im Oktober 2010 mit nur einer Batterieladung bewies der Preisträger, dass die Batterieforschung hier auf einem ermutigenden Weg ist. Die inzwischen auch in einer ländlichen Modellregion eingesetzten ähnlichen Fahrzeuge mit seinen Batteriesystemen können dies belegen.“

Der Preis wird vom parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Otto (BMWi) überreicht und im Anschluss lädt die GPM zu einer Fish Bowl Diskussion zum Thema mit Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Fachverbänden ein.

Update: Mittlerweile ist die offizielle Pressemeldung erschienen.

Update II: Eine Videozusammenfassung vom Abend der Preisverleihung (Quelle EnergyTV24).

Wie vor knapp 1 Monat von pressw0rds angedeutet zieht Next Energy in einer aktuellen Pressemeldung  ein positives Fazit aus dem Alltagstauglichkeitstests der 3 eAudis. Fazit:

  • Elektroautos sind auch in ländlichen Regionen ohne Einschränkungen nutzbar
  • Die Reichweite der Kolibri Akkus lag deutlich über den angegeben 200km
  • durchschnittlich betrug die tägliche Reichweitenausnutzung 60 Prozent = 120km. Das ist eine Verdopplung der beispielsweise von Opel angeführten 60km pro Tag
  • starke Beschleunigung wurde dem ECO-Energiesparmodus bevorzugt
  • Aussagen zum langfristigen Alterungsverhalten der Batterien konnten aufgrund der kurzen Testphase allerdings nicht gemacht werden. Dazu konzipiert NEXT ENERGY derzeit weitere Tests.

In dem Artikel „Elektrisch Autofahren – aber wie weit?“ schreibt das P.M. über den Kolibri Akku von DBM Energy. Folgende interessante Informationen:

  • Ein 63 kWh (180 Ah) Kolibri Akku soll 60 kg wiegen (=Druckfehler)
  • Bei Kolibri-Akkus kommt Gel statt flüssigen Elektrolyten zum Einsatz (= ein Lithium Metall Polymer Akku)

Kommentar: Die Leistungsangaben implizieren, dass es sich um den Akku aus dem DBM Silberpfeil (DEKRA Test) vgl. hier handelt. Bei dem Gewicht liegt jedoch ein Druckfehler vor – es wurden (nicht unwichtige ;-) 300kg „vergessen“. Ansonsten hätte der Kolibri Akku eine Rekordenergiedichte von knapp 1050 Wh/kg! pressw0rds hat beim Autor nachgehakt woher die Zahlen stammen. Ein Update folgt sobald nähere Informationen vorliegen…

Die Firma bea-tricks (ein Startup mit Umrüstkits für den smart) hat einen neuen elektrischen Reichenweitenrekord über 1000km von Flensburg nach München zurückgelegt. Dabei ging es nicht um Geschwindigkeit sondern um Reichweite, denn im Schnitt war das Auto mit 50-80km/h unterwegs. Am Ziel, der eCarTec Messe in München, hätte die Restladung noch für weitere  150km gereicht. Die komplette Fahrt war als Livestream im Web verfolgbar. Die elektrische Arbeit der Lithium Ionen Batterie betrug 180kWh. Ein in einem Umrüstsatz enthaltener Akku mit 18kWh wiegt ca. 140kg – macht mal zehn = 1400kg allein für die Batterie.

Kommentar: Für zukünftige (Rekord)fahrten sollte man das Maximalgewicht von Akkus beschränken. Ein Pickup mit Akkus vollladen und damit x km zurückzulegen das kann (fast) jeder. Auch wenn es noch offene Fragen (bez. DBM) gibt, bleibt für pressw0rds der alltagstaugliche Audi A2 von DBM Energy mit 4 Sitzen und voll nutzbarem Kofferraum bisher unerreicht.

Ein englischsprachiger Artikel stellt ein paar Zahlen zum Kolibri Akku in den Raum, Quellenangaben gibt es nicht. DBMs Kolibri Akku:

  • kostet 89% weniger als derzeitige Batterien
  • hat eine Lebensdauer von ungefähr 20 Jahren
  • ist 29% leichter als das Akkupack im Tesla Roadster
  • bringt einen Audi A2 400 Meilen (643.74 km) weit
  • kann in 6 Minuten aufgeladen werden

Mit einem Kolibri Akku würde ein Nissan Leaf  dann angeblich „nur“ $26.300 statt $35.200 kosten.

Analyse:

Ein Nissan Leaf hat einen 24 kWh Akku. Derzeit kostet die Kilowattstunde der Nissan Leaf Batterie ca. 472$ – womit die Kosten für den Akku bei  11.328$ liegen. Ein Kolibri Akku mit 24 kWh Batterie kostet 8900$ weniger (35.200$-26.300$) und somit 2428$. Wenn man 89% weniger zu Grunde legt, würde ein 24 kWh Kolibri gar nur 1246$ kosten.

Die Batterie des Tesla Roadster wiegt 408kg, 29% weniger sind ca. 290 kg für den Kolibri Akku.

Kommentar:

Einige der Zahlen sind bereits bekannt (Ladedauer, Reichweite). Die Angabe der Kosten darf aber, wie fast alle anderen Kostenschätzungen, als spekulativ bezeichnet werden. Beim Gewicht des Akkus scheint man (irrtümlicherweise wie zahlreiche andere Medien) von 300kg anstatt 350kg für den 98,8 kWh Rekordakku auszugehen. Zur Lebensdauer kann man nicht viel sagen, da diese stark von der Nutzung abhängt (Ladezyklen wären präziser gewesen)…

Die Friedrich Rohwedder GmbH (nicht zu verwechseln mit der Rohwedder AG) wird noch in diesem Jahr zusammen mit DBM eine Kolibri Version des preisgekrönten Elektronutzfahrzeugs Goupil g3 (Goupil Industries) herausbringen. Mithilfe des Kolibri Akkus wird es erstmalig möglich, die Kosten pro gefahrenen Kilometer unter 1 Cent zu senken. Nachzulesen gibt es die Info hier.

Von einem pressw0rdsleser wurde ein hoch interessanter Hinweis gegeben, der nach etwas Recherche zu folgender Pressemeldung führte. Was auch immer passiert – ihr habt hier zuerst davon erfahren ;-) mindset (ein Elektroautoprojekt der nicht unumstrittenen Mindset AG) kooperiert seit Anfang 2011 mit einem nicht namentlich genannten Akku „Entwickler/Erfinder“. Die Formulierungen legen Nahe, dass es sich dabei um DBM Energy handeln könnte:

  • der Zeitraum passt (Anfang 2011)
  • die „bahnbrechende Innovation“ zeigt in Laborversuchen und in einer industriellen Anwendung spektakuläre Ergebnisse. Kommentar: Laborversuche=Test der BAM/Dekra und Papstar= „Industrie“partner
  • der Akku setzt in den Bereichen Batteriereichweite, -gewicht und -leistung neue Maßstäbe
  • wesentliche Belastungstests (Schnellladungen, die Überprüfung des thermischen Verhaltens und die angestrebten Reichweiten) wurden bisher entweder erfüllt oder sogar übertroffen

Weitere Infos:

  • Mindset wird diese Technologie „im Bereich der automobilen Anwendung exklusiv umsetzen
  • eine öffentliche Probefahrt wird stattfinden wenn alle „noch anstehende Sicherheitstests zur Bestätigung der breiten Alltagstauglichkeit erfolgreich abgeschlossen sind […] (mindset verzichtet daher zum heutigen Zeitpunkt auf eine öffentliche Vorstellung dieser Kooperation und deren Ergebnisse)“
  • mindset wertet den bisherigen Projektverlauf aber als strategisch wichtigen Entwicklungsschritt und geht von einer technologisch ausgereiften, erfolgreichen öffentlichen Demonstration in den nächsten Monaten aus

Als Ausklang ein interessanter Satz zum Nachdenken und Diskutieren: „Die Technologie basiert auf konventionellen Batteriezellen, die über ein spezielles Lade- und Entladeverfahren weit höhere Reichweiten für die mindset-Fahrzeuge erlaubt, als in der Industrie bisher denkbar waren.

Update: Cleanthinking hat das Thema aufgegriffen.

Im ersten Teil des tv.Berlin Interviews (ab 02:00) erwähnt Mirko Hannemann ein Magazin, welches zum Amtsantritt von Obama erschienen ist und DBM Energy erwähnt. Das scheint ein wichtiger Startpunkt gewesen zu sein, denn daraufhin sind Industrieunternehmen auf DBM aufmerksam geworden und die Entwicklung von DBM Energy nahm seinen Lauf. pressw0rds hat recherchiert und einen potentiellen ‚Magazinkandidaten‘ gefunden:
FUCHS-BRIEFE, 63. Jahrgang / 59 – 30.07.2009: Der Obama-Impuls – Beginn einer neuen Investment-Ära. Der Artikel im Heft war mit „Neue Energiespeicher“ überschrieben. Der Artikel selbst ist hoch interessant, da es einer der ersten Artikel über DBM überhaupt ist:

  • die Lebensdauer des Akkus ist mit 5000 Ladezyklen und 10 Jahren angegeben
  • Temperaturbereich von -20 bis +60°C (keine extra Kühlung)
  • der Akku ist eine „neuartige Kombination aus Lithiumzelle, Schutzmodul und Steuerungstechnik“ (Zitat MH)
  • die Zeit für eine Nutzung im Elektroauto sieht MH noch nicht gekommen
  • der Akku wird als Zwischenspeicher für Energie aus alternativen Quellen ins Gespräch gebracht
  • Entwicklungskosten 15 Mio Euro
  • die Kosten des Akkus werden erwähnt

Die Quelle ist zwar veraltet, jedoch ist das die erste „offiziellere“ Quelle hinsichtlich der Kosten. Folgende Rechnung wird getätigt:

Kosten             Bleiakku Gabelstapler                 Lithiumakku von DBM 
Kaufpreis:       4000-5000 Euro (37,2 kWh*)      7000 Euro (26,88 kWh*)
Energiekosten/Jahr: 4835 Euro**                             604 Euro**
Wirkungsgrad:    10%                                              97%
Ladedauer:        6-8 Stunden                                  2 Stunden
* von pressw0rds ergänzt ** im Artikel werden 20-25 Cent / kWh angegeben

Die Kosten für den Bleiakku sind stark übertrieben (vgl. älterer Artikel von pressw0rds, Preis ca. 2200 Euro). Mit dem realistischeren Preis stimmt auch die Aussage von Gregor Falke wieder, dass der Kolibri Akku etwa das Vierfache eines Bleiakkus für Gabelstapler kostet. Das ist aber immernoch weit unter dem heutigen Preis für (andere) Lithiumbatterien von 1000 Euro / kWh.

Fazit: Bis auf kleinere Abweichungen im Temperaturbereich stimmt alles mit dem heutigen Stand überein. Bei den Elektroautos muss man den Kommentar entsprechend zeitlich einordnen – denn erst ein halbes Jahr später standen die Vertreter des BMWi vor der Tür und 1,5 Jahre später wurde die Rekordfahrt durchgeführt. Auf diesem Gebiet hat sich also viel getan. Die Kosten sind ein historischer Anhaltspunkt – für mehr reicht es (leider) jedoch nicht…

Es gibt einen Artikel über den Feldtest von Next Energy. Veröffentlicht zunächst in der Berliner Zeitung und einen Tag später auch bei der Autogazette. Der Artikel liefert erste tiefergehende Infos über den Langzeittest und das, laut Aussage von Next Energy auch „sachlich weitgehend richtig dargestellt“. Neue Informationen:

  • das Oldenburger Streckenprofil besteht jeweils 1/3 aus Autobahn, Landstraße und Stadtverkehr
  • die eAudis haben ein System zur Bremsenergierückgewinnung
  • die eAudis haben ebenfalls ein „traditionelles“ Getriebe:  „Die Fahrstufen haben eine Doppelfunktion. Einerseits lassen sie mehr Drehmoment zum Beschleunigen zu. Andererseits aber begrenzen sie das Drehmoment. Das schont die Batterie […]
  • die Kolibri Akkus sind von hoher Qualität, das bestätigt auch Swen Streubel von L.E. Mobile, Umrüster aller fünf eAudis mit Kolibri Akku: „[…] wenn man sich die Qualität der Daten im Batteriemanagement anschaut, dann sieht man schon: Die Werte der Einzelzellen weichen kaum voneinander ab, liefern die erwarteten Kapazitäten und sind wesentlich belastbarer als andere, die wir im Einsatz hatten.
  • Nach dem Test bei Next Energy gehen die drei eAudis an das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt