Archive für Kategorie: pressw0rds Artikel

Die Firma Raywaver International  bietet den Kolibri Akku in Kombination mit Ihrer Raywaver Vertikal-Kleinwindkraftanlage an (deutsch /english). Dabei handelt es sich um eine Windkraftanlage, die fast geräuschlos arbeitet und windrichtungsunabhängig ist. Sie basiert auf einer Noveol Turbine. In Kombination mit dem Kolibri Akku kann die Gesamteffizienz der Anlage gesteigert werden, da eine entsprechende Zwischenpufferung erfolgt. Raywaver beschreibt den Kolibri Akku mit folgenden Daten:

  • Wirkungsgrad von 97%
  • Kalendarische Lebenserwartung von 20 Jahren
  • 5.000 Vollladezyklen bei einer verbleibenden Restkapazität von 80%
  • Kein Kühl- und Lüftungssystem nötig
  • Kompakt, Sicher, Skalierbar …
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Long time no hear – ein frohes neues Jahr an alle pressw0rds Leser!

Es ist etwas ruhig geworden bei pressw0rds – aber nicht weil es nichts zu berichten gibt, sondern weil der Autor mit unterschiedlichen privaten Dingen beschäftigt war. Es folgen also bald spannende Updates :-)

– pressw0rds exclusive

Der ein oder andere hat es vielleicht verfolgt: Es gibt ein Projekt der Bundesregierung ‚Effizienzhaus Plus‘ genannt. In Berlin steht eines davon und wird seit März 2012 von einer vierköpfigen Familie bewohnt. Effizienzhaus Plus bedeutet, dass das Haus mehr Strom erzeugt als es verbraucht. Mehr Infos zum innovativen Konzept und vieles mehr gibt es auf den Seiten des Bundesministeriums.

Was viele aber nicht wussten ist, dass einer von zwei stationären Batteriespeichern ein 20 kWh Kolibri Akku ist. Die Batterie wird im weiteren Verlauf 2012 im Haus installiert und ist dann Gegenstand ausgiebiger Forschung und Analysen. Was wird untersucht?

  • Ermittlung der Batteriekapazität mit Veränderungen über den Nutzungszeitraum mit Extrapolation des Startzustandes und der Prognose über den Lebenszyklus
  • Überprüfung der Betriebsstrategie und Erarbeiten von Vorschlägen zur Optimierung von Nutzungsdauer und Kapazitätserhalt
  • Aufnahme, Beschreibung und Kommentierung der Betriebsstörungen
  • Bewertung der Sicherheitsaspekte gealterter Li-Ionen-Zellen
  • Beschreibung des Instandhaltungsaufwandes mit Prognose der Entwicklung über den Lebenszyklus

Es wird ebenfalls eine Marktstudie (aller am Markt verfügbaren stationären Batteriesysteme) angefertigt, wo diese Ergebnisse dann einfließen.

Interessant wird auch der direkte Vergleich zum anderen Akku. Dabei handelt es sich um eine prototypische Entwicklung aus Zitat: „7250 (~40 kWh) gebrauchten Li-Ionen-Zellen des Typs 18650 (Notebookakkus), die von der Firma BMW aus deren Versuch mit der Mini-E-Serie zur Verfügung gestellt wurden.“ Viele werfen der DBM/Kolibri Power Systems AG vor, dass der Kolibri Akku unwirtschaftlich, zu teuer oder aus Standardakkus zusammengebaut wurde. Diese Untersuchung hat das Potential alles zu entkräften oder den warnenden Stimmen der Kritiker zu Recht zu geben.

Der pressw0rds Leser UJF lieferte folgenden Hinweis, dass Mirko Hannemann nicht mehr im Vorstand der Kolibri Power Systems AG ist. Der Hinweis wurde wie folgt kommentiert: „Eine Personalie, die pressw0rds ruhig hätte herausstellen dürfen.“ Lieber UJF auch pressw0rds bemerkt nicht alles was um die DBM/KGPS AG passiert, daher wird jeder Hinweis dankend entgegengenommen :-)

Hier die ursprüngliche Info aus dem Bundesanzeiger:

„Amtsgericht Frankfurt am Main Aktenzeichen: HRB 93739; Bekannt gemacht am: 29.05.2012 12:00 Uhr; Veränderungen 22.05.2012 Kolibri Power Systems AG, Frankfurt am Main, Neue Mainzer Str. 75, 60311 Frankfurt am Main. Nicht mehr Vorstand: Hannemann, Mirko, Erfurt, *01.02.1983. Bestellt gemäß § 105 Abs. 2 AktG als Vorstand: Leitermann, Richard, Kronberg im Taunus, *11.03.1961. Bestellt als Vorstand: Dr. Naber, Helmut, Germering, *01.04.1957.“

Da pressw0rds natürlich nicht nur, wie manch anderer an der Oberfläche schürft* (Achtung Sarkasmus :-), ist diese Info natürlich nur die halbe Wahrheit. Pressw0rds hat recherchiert und größere Umstellungen in der KPS AG entdeckt:

  • Stammkapital: 55.555,00 Euro
  • Vorstand: Richard Leitermann und Helmut Naber
  • Aufsichtsrat: Helmuth von Grolmann, Richard Leitermann, Richard Gaul
  • Aktionäre: EQCAP GmbH (52%),  DBM Enterprises GmbH (45,90%), spv Kolibri GmbH (2,10%)
    • EQCAP Vermögensverwaltung – Geschäftsführer: Helmuth von Grolmann
    • DBM Enterprises GmbH (15.10.2010 gegründet)  Gesellschafter: 50% Mirko Hannemann, 50% Frank Mattke
    • spv Kolibri GmbH (02.02.2012 gegründet) Geschäftsführer: Dr. Jörg Ascher

Weiterhin wurde die ’spv energy GmbH‘ von Alexander Baratta gegründet mit einer Einlage von 25.000 Euro und dem Ziel, Zitat: „ Gegenstand: die Beteiligung an anderen Gesellschaften, insbesondere an der KOLIBRI POWER SYSTEMS AG.“ Auf der Homepage wird Dr. Baratta (neben Norbert Müller und Thomas Rüschen) bereits als Aufsichtsratmitglied geführt, eine entsprechende Registerbekanntmachung ist jedoch noch nicht erfolgt.  Es wird also höchstwahrscheinlich noch mehr Firmen(beteiligungen) geben.

Update: UJF läßt nicht locker und hat auch diesen Artikel (fehlerhaft) kommentiert.

[…] und sie stimmen auch nur teilweise. Frank Mattke ist beispielsweise bereits am 12.1.2011 (!) als Gesellschafter aus der DBM Enterprises ausgeschieden, die daraufhin zur Holding für die DBM Energy wurde.

Also Frank Mattke ist am 26.01.2011 als Geschäftsführer ausgeschieden und nicht als Gesellschafter. Gesellschafter != Geschäftsführer. Zitat Bundesanzeiger: „Veränderungen; 26.01.2011; DBM Enterprises GmbH, […] Nicht mehr Geschäftsführer:; 1. Mattke, Frank; […]„. Davon, dass Frank Mattke als Gesellschafter ausgeschieden ist, findet sich nichts im Unternehmensregister des Bundesanzeigers.

Die Kolibri Power System AG bekommt in den nächsten Tagen zwei Mal Besuch:

  1. Am 22. März führt die AG Wirtschaft und Technologie der CDU/CSU ein Gespräch mit der Kolibri Power Systems AG. Nähere Infos hier.
  2. Der Bundestagsabgeordnete Dr. J.-M. Luczak stattet am 26.03.2012 um 13:30 der KPS AG einen Besuch ab. Nähere Infos gibt es hier.

 

Wir befinden uns im Jahre 2012 n. Chr. Ganz Deutschland ist von den großen Energiekonzernen abhängig… Ganz Deutschland? Nein, eine kleine unbeugsame südbrandenburgische 148-Seelen-Gemeinde leistet Widerstand. Die Bewohner sind energetische Selbstversorger, die Strom und Wärme aus Wind, Mais und Gülle gewinnen. Ursprünglich wollten sie dem Energieversorger EON das Stromnetz abkaufen, aber als der das ablehnte verlegten sie die Kabel kurzerhand auf eigene Faust und gründeten einen eigenen örtlichen Energieversorger. Da die Energiequelle GmbH keinen Gewinn machen muss, kostet die kWh 16,6 Cent statt der 24 Cent von EON. Mittlerweile gibt es 43 Windräder und was wird gemacht wenn mal kein Wind weht? Noch in diesem Jahr wird ein Akkukraftwerk von DBM Energy in Feldheim installiert, welches Windstrom zwischenpuffert und bei einer Flaute wieder ins Netz zurückspeist. Laut DBM Energy wird der Feldheimer Strompuffer der größte Akkuspeicher Europas und die Bewohner knapp eine Woche lang versorgen können. Weitere Infos zum pressw0rds Artikel gibt es hier und hier.

Im vergangenen Jahr berichtete pressw0rds, dass es einen Goupil G3 mit Kolibri Akku geben wird. pressw0rds liegen nun Informationen vor, dass es zwar zu Gesprächen zwischen Goupil und DBM gekommen ist, jedoch (vorerst) keine Kooperation zustande gekommen ist.

In einem weiteren älteren Artikel von pressw0rds wird ein Artikel aus der Berliner Zeitung referenziert. Darin wird eine mögliche Zusammenarbeit mit der englischen Elektrosportwagenfirma Lightning thematisiert. Auf Nachfrage von pressw0rds gibt es auch da keine Kooperation, die Firma Lightning hat sich (Zitat) „[…] bereits vor geraumer Zeit aus dem Vorgang zurückgezogen“.

Kommentar: Die DBM Energy / KPS AG scheint auf Tauchstation gegangen zu sein. Auf der Homepage wurden seit dem Relaunch im April 2011 keine neuen Inhalte mehr eingepflegt. Seit dem gab es keine Pressemeldungen, kaum Interviews. Ist das die Ruhe vor dem Sturm oder Totenstille? pressw0rds ist über jegliche Hinweise rund um DBM dankbar – vielleicht ist ein DBM Mitarbeiter zu einem Lagebericht bereit? Kontakt zu pressw0rds.

Allen Lesern des pressw0rds Blogs ein gesundes, frohes und glückliches neues Jahr 2012. Kein Mensch kann die Zukunft voraussagen, aber eines ist klar: Es wird nicht nur ein spannendes Jahr für die DBM Energy /KolibPower Systems AG sondern auch ein Entscheidendes. War alles nur eine große Täuschung oder gibt es einen echten Durchbruch? Was ist mit der Serienfertigung der Kolibri Batterie, wie sieht es mit dem 10 MW Akkukraftwerk aus? Sobald es Neuigkeiten gibt, wird pressw0rds berichten.

 – pressw0rds exclusive –

Mirko Hannemann von DBM Energy erhält am 9. parlamentarischen Abend der GPM (28.11.2011 in Berlin) den 4. Roland Gutsch Project Management Award.

Zitat: „Die GPM ehrt (Mirko Hannemann) als den Leiter dieses F&E-Projekts für den Innovationscharakter, für das beobachtbare Erreichen von ambitionierten Zielen in kurzer Zeit und für die nicht ungestörte, aber letztlich konsequente Weiterarbeit in der Sache in Richtung Alltagstauglichkeit. Mit seiner Weltrekordfahrt in einem Elektroauto von München nach Berlin im Oktober 2010 mit nur einer Batterieladung bewies der Preisträger, dass die Batterieforschung hier auf einem ermutigenden Weg ist. Die inzwischen auch in einer ländlichen Modellregion eingesetzten ähnlichen Fahrzeuge mit seinen Batteriesystemen können dies belegen.“

Der Preis wird vom parlamentarischen Staatssekretär Hans-Joachim Otto (BMWi) überreicht und im Anschluss lädt die GPM zu einer Fish Bowl Diskussion zum Thema mit Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Fachverbänden ein.

Update: Mittlerweile ist die offizielle Pressemeldung erschienen.

Update II: Eine Videozusammenfassung vom Abend der Preisverleihung (Quelle EnergyTV24).

In einer kurzen Präsentation von Next Energy über das Gridsurferprojekt, die auf dem Kongress „Lebenswelt Elektromobilität“ (09.09-10.09, Mannheim) gehalten wurde, wird ein Zwischenfazit zum Alltagstauglichkeitstest von Elektrofahrzeugen gezogen. Getestet wurden von L.E. mobile umgerüstete Elektroaudis mit fest verbautem Kolibri Akku und EWE E3s mit wechselfähiger Batterie. Folgendes Fazit:

  • ein vollwertiges elektrisches Zweitfahrzeug muss mind. 150km Reichweite besitzen
  • vorhandene ECO Modi bleiben ungenutzt
  • ein Batteriewechsel (beim E3) wird eher als kritisch angesehen
  • Die Kolibri Akkus liefen 3 Monate problemlos

Fazit von Next Energy: „Im ländlichen Raum sind vollwertige Fahrzeuge mit hoher Batteriekapazität gefordert

Im Internet gibt es derzeit Irritationen (z.B. 1,2) darüber, warum Mirko Hannemann den Vortrag auf dem Kongress Lebenswelt Elektromobilität  „abgesagt“ hat.  In einem Vorprogramm war dieser noch enthalten, im eigentlichen Programm nicht mehr. pressw0rds hat beim Veranstalter nachgehakt:

Mirko Hannemann sollte auf dem Kongress über die Feldversuchserfahrungen bei Next Energy berichten. Zu diesem Thema wollte und hat dann Next Energy vorgetragen. Aus diesem Grund war eine Mitwirkung von M.H. nicht mehr notwendig, zumal er zeitlich auch nicht zur Verfügung stand.

Kommentar: Also kein Grund in Panik zu geraten ;-)

Heimlich still und leise hat DBM Energy die Geschäftsräume in der Lankwitzer Straße 42-43 verlassen und ist in die Rudower Chaussee 44 umgezogen. Wer sich die Strasse mal in *oogle / *ing Maps anschaut wird nur mit dem Kopf schütteln. Das liegt aber daran, dass das Kartenmaterial stark veraltet ist. Hier und hier gibt es neuere Bilder.
Die Rudower Chaussee 44 gehört zum Berliner Adlershof – einem der modernsten Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorte Deutschlands. Im Adlershof befinden sich neben knapp 900 Unternehmen mit rund 2 Mrd. Umsatz auch etliche Forschungseinrichtungen. Es gibt 4 sogenannte Schwerpunktcluster

  • IT und Medien
  • Mikrosysteme und Materialien
  • Bio- und Umwelttechnologie
  • Photonik, Optik und Photovoltaik

Die Nummer 44 ist das so genannte „Oktogon – Campus für Gewerbe und Technologie“. Auf der klassischen Sheddachkonstruktion der ehemaligen Fertigungshalle entsteht Berlins größte Photovoltaik-Dachanlage mit einer Gesamtnennleistung von 1.010 kwp und einen jährlichen Energieertrag von 820 MWh. Bis Anfang 2013 entsteht auf dem 55.000 Quadratmeter Grundstück zwischen Rudower Chaussee, Hermann-Dorner-Allee und James-Franck-Straße ein Hallen- und Bürokomplex aus 14 Gebäuden mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 60 Mio. Euro. Die Neubauten werden als Green Buildings zertifiziert und ebenfalls mit Photovoltaikmodulen bestückt. Weitere Infos gibt es hier und hier.

Fazit: Der Umzug macht also durchaus Sinn – raus aus der Frickelbudenatmosphäre der Lankwitzer Strasse in repräsentative Büroräume mit der Möglichkeit der Hallenanmietung. Die gute Vernetzungsmöglichkeit mit Firmen und Forschungseinrichtungen im Adlershof (z.B. Solon ein DBM Partner/Kunde hat seinen Sitz im Adlershof) ist ein weiter Pluspunkt. Die Solaranlage auf dem Dach ist dann das i-Tüpfelchen.

Eine kurze Info in eigener Sache:

Ich wurde vor kurzem gefragt ob ich selbst ein Elektroauto fahre – leider nicht ständig, aber derzeit einen Opel Ampera. Ich liebe dieses lautlose Dahingleiten und die Beschleunigung – genau dafür mache ich diesen Blog –  Elektromobilität ist definitiv ein Weg in die Zukunft! Und irgendwann schmeiß ich den Benzinmotor raus und baue Kolibri Akkus ein ;-)

Wenn ich Zeit finde stelle ich nochmal ein paar Bilder hoch… Bei Fragen zum Auto schreibt einen Kommentar.

Um die Pausenzeiten zwischen DBM Energy Neuigkeiten zu überbrücken empfiehlt pressw0rds folgende Videos:

  1. F21-Dokumentation: Die leise Revolution. Die Zukunft ist da. Elektroautos sind leise, stark und hocheffizient. Längst hat der Wettlauf der Konzerne begonnen. Die Frontal21-Dokumentation führt durch die Welt der neuen Autos. (Tipp von L.E. Mobile)
  2. DVD „Who killed the electric car“ Beschreibung z.B. bei Wikipedia. Die Geschichte des EV1 von General Motors. Es gibt eine Version bei Youtube oder die DVD bei Amazon oder Hydrogeit Verlag oder andere…
  3. Habt ihr noch einen Tipp? Dann schreibt diesen als Kommentar…

Von einem pressw0rdsleser wurde ein hoch interessanter Hinweis gegeben, der nach etwas Recherche zu folgender Pressemeldung führte. Was auch immer passiert – ihr habt hier zuerst davon erfahren ;-) mindset (ein Elektroautoprojekt der nicht unumstrittenen Mindset AG) kooperiert seit Anfang 2011 mit einem nicht namentlich genannten Akku „Entwickler/Erfinder“. Die Formulierungen legen Nahe, dass es sich dabei um DBM Energy handeln könnte:

  • der Zeitraum passt (Anfang 2011)
  • die „bahnbrechende Innovation“ zeigt in Laborversuchen und in einer industriellen Anwendung spektakuläre Ergebnisse. Kommentar: Laborversuche=Test der BAM/Dekra und Papstar= „Industrie“partner
  • der Akku setzt in den Bereichen Batteriereichweite, -gewicht und -leistung neue Maßstäbe
  • wesentliche Belastungstests (Schnellladungen, die Überprüfung des thermischen Verhaltens und die angestrebten Reichweiten) wurden bisher entweder erfüllt oder sogar übertroffen

Weitere Infos:

  • Mindset wird diese Technologie „im Bereich der automobilen Anwendung exklusiv umsetzen
  • eine öffentliche Probefahrt wird stattfinden wenn alle „noch anstehende Sicherheitstests zur Bestätigung der breiten Alltagstauglichkeit erfolgreich abgeschlossen sind […] (mindset verzichtet daher zum heutigen Zeitpunkt auf eine öffentliche Vorstellung dieser Kooperation und deren Ergebnisse)“
  • mindset wertet den bisherigen Projektverlauf aber als strategisch wichtigen Entwicklungsschritt und geht von einer technologisch ausgereiften, erfolgreichen öffentlichen Demonstration in den nächsten Monaten aus

Als Ausklang ein interessanter Satz zum Nachdenken und Diskutieren: „Die Technologie basiert auf konventionellen Batteriezellen, die über ein spezielles Lade- und Entladeverfahren weit höhere Reichweiten für die mindset-Fahrzeuge erlaubt, als in der Industrie bisher denkbar waren.

Update: Cleanthinking hat das Thema aufgegriffen.

Ein kurzer Sommerloch Artikel ;-) DBM Energy ist mittlerweile unter etlichen Domains erreichbar. Hier eine kleine Auflistung:

 Domains URLs
DBM Energy dbm-energy.com
dbm-energy.de
Lekker Mobil
lekkermobil.com
lekkermobil.de
lekker-mobil.com
lekker-mobil.de
Kolibri Power Systems AG kolibri-ag.com
kolibri-ag.de
DBM Industries
dbmindustries.net
dbmindustries.org
dbm-industries.org
dbm-industries.net
dbm-industries.com
Andere
heimspeicher.com
dbm-technologies.com
dbm-world-record-car.com
Domains ohne Inhalt
dbmindustries.info
dbm-industries.info
dbm-sar.com

Die DBM-Industries Domains waren lange Zeit ohne Inhalt und werden seit dieser Woche auf die offizielle DBM Homepage weitergeleitet. Die zugehörigen .info Domains wurden dabei wohl vergessen. dbm-sar.com steht für DBM Search & Rescue, ist jedoch auf Mirko Hannemann registriert. Die dbm-world-record-car.com Domain wurde wohl von einem DBM Mitarbeiter kreiert, jedoch nie mit Inhalten gefüllt. Wer weitere (DBM Energy) Adressen kennt, bitte Info an mich…

Update: Scheinbar macht es einen Unterschied ob man www.dbm-industries.com oder nur dbm-industries.com aufruft. Ohne www erscheint immer noch die alte ‚Hier entsteht eine Internetpräsenz‘ Meldung.

Bisher nur auf englischsprachigen Seiten verbreitet, gibt es die These, dass es sich bei der Kolibri Batterie um einen Lithium Vanadium Metall Polymer Akku handelt. Der ursprüngliche Artikel stammt vom neuseeländischen Blog benzEV.co.nz. Die Theorie basiert auf der Annahme, dass der Kolibri Akku von DBM Energy auf der LMP Technologie von Avestor basiert. Avestor benutzte für seine LMP Batterien eine Vanadium Kathode, beschrieben beispielsweise hier , hier und hier. Avestor wurde später von der französischen Bollore Group gekauft, die daraus batScap gegründet haben und zusammen mit Pininfarina den Bluecar entwickelt haben. Der Bluecar nutzt als einer der wenigen Elektroautos LMP Akkus. Später wurde der benzEV Artikel von diversen vanadiumabbauenden Bergbaufirmen (z.B. Energizer Resources) und Börsenanalysten aufgegriffen. Es gibt aber auch noch weitere Artikel die der Kombination Lithium-Vanadium durchaus Eignung für eine Batterie zusprechen, u.a. hier, hier, hier und hier. Bisher war Vanadium lediglich von Vanadium-Redox-Batterien bekannt.

Im ersten Teil des tv.Berlin Interviews (ab 02:00) erwähnt Mirko Hannemann ein Magazin, welches zum Amtsantritt von Obama erschienen ist und DBM Energy erwähnt. Das scheint ein wichtiger Startpunkt gewesen zu sein, denn daraufhin sind Industrieunternehmen auf DBM aufmerksam geworden und die Entwicklung von DBM Energy nahm seinen Lauf. pressw0rds hat recherchiert und einen potentiellen ‚Magazinkandidaten‘ gefunden:
FUCHS-BRIEFE, 63. Jahrgang / 59 – 30.07.2009: Der Obama-Impuls – Beginn einer neuen Investment-Ära. Der Artikel im Heft war mit „Neue Energiespeicher“ überschrieben. Der Artikel selbst ist hoch interessant, da es einer der ersten Artikel über DBM überhaupt ist:

  • die Lebensdauer des Akkus ist mit 5000 Ladezyklen und 10 Jahren angegeben
  • Temperaturbereich von -20 bis +60°C (keine extra Kühlung)
  • der Akku ist eine „neuartige Kombination aus Lithiumzelle, Schutzmodul und Steuerungstechnik“ (Zitat MH)
  • die Zeit für eine Nutzung im Elektroauto sieht MH noch nicht gekommen
  • der Akku wird als Zwischenspeicher für Energie aus alternativen Quellen ins Gespräch gebracht
  • Entwicklungskosten 15 Mio Euro
  • die Kosten des Akkus werden erwähnt

Die Quelle ist zwar veraltet, jedoch ist das die erste „offiziellere“ Quelle hinsichtlich der Kosten. Folgende Rechnung wird getätigt:

Kosten             Bleiakku Gabelstapler                 Lithiumakku von DBM 
Kaufpreis:       4000-5000 Euro (37,2 kWh*)      7000 Euro (26,88 kWh*)
Energiekosten/Jahr: 4835 Euro**                             604 Euro**
Wirkungsgrad:    10%                                              97%
Ladedauer:        6-8 Stunden                                  2 Stunden
* von pressw0rds ergänzt ** im Artikel werden 20-25 Cent / kWh angegeben

Die Kosten für den Bleiakku sind stark übertrieben (vgl. älterer Artikel von pressw0rds, Preis ca. 2200 Euro). Mit dem realistischeren Preis stimmt auch die Aussage von Gregor Falke wieder, dass der Kolibri Akku etwa das Vierfache eines Bleiakkus für Gabelstapler kostet. Das ist aber immernoch weit unter dem heutigen Preis für (andere) Lithiumbatterien von 1000 Euro / kWh.

Fazit: Bis auf kleinere Abweichungen im Temperaturbereich stimmt alles mit dem heutigen Stand überein. Bei den Elektroautos muss man den Kommentar entsprechend zeitlich einordnen – denn erst ein halbes Jahr später standen die Vertreter des BMWi vor der Tür und 1,5 Jahre später wurde die Rekordfahrt durchgeführt. Auf diesem Gebiet hat sich also viel getan. Die Kosten sind ein historischer Anhaltspunkt – für mehr reicht es (leider) jedoch nicht…

Wie im letzten Interview von Mirko Hannemann erwähnt, muss es irgendwo einen Heimspeicher mit Kolibri Akkus von DBM Energy geben. Pressw0rds recherchiert mögliche Partner:

1.) Heimspeicher von E3/DC
E3/DC ist aus der Insolventen Wilhelm Karmann GmbH hervorgegangen und ist einer der Partner im GridSurfer Projekt, bei dem auch DBM Energy mit drei eAudis beteiligt ist. Interessanterweise bietet die Firma Hauskraftwerke der Größe 5,4-9 kWh an, was zur Aussage Mirko Hannemanns von 5-10kwH passen würde. Weiterhin kooperiert E3/DC mit dem Solarhersteller SES21. Auf ihrer Homepage schreiben Sie zwar: „Die Batterieeinheit besteht aus hochwertigstem Li-Ionen Zellen (Typ 18650) eines führenden japanischen Herstellers“ jedoch kann die Batterieeinheit sehr leicht getauscht werden. Ebenfalls schreibt E3/DC in folgendem Produktflyer von einem Batterieladewirkungsgrad der Batterie von 97%. Ring a bell?

2.) Energiespeicher von Younicos/Solon
In einem Artikel der Wirtschaftswoche aus dem vergangenen Jahr wird eine Kooperation von DBM Energy und Solon SE erwähnt, einem deutschen Solarenergieunternehmen mit Sitz in Berlin:  „Zusammen mit Solon, dem Berliner Photovoltaik-Hersteller, arbeitet er (MH) an einem Schuhkarton großen Akku mit einem Speichervermögen von bis zu fünf Kilowattstunden, der im Keller eines Hauses die auf dem Dach eingefangene Sonnekraft puffern soll. Solon-Technikvorstand Lars Podlowski will den Stationärspeicher in zwei bis drei Jahren serienreif haben. […]“ Solon selbst hat keine Energiespeicher im Programm, sondern kooperiert mit Younicos, einer Firma die von Solonfirmengründer Alexander Vogt gegründet wurde. Zitat aus einem Artikel über Younicos: „Voigt gründete 1997 gemeinsam mit Freunden in Berlin die Solon AG, die in Europa zu den größten Photovoltaik-Anbietern zählt. 1999 baute das Unternehmen Q-Cells mit auf, um die Anlagen auch selbst herzustellen. Seit 2008 ist Voigt Vorstand der Younicos AG, die er im selben Jahr gegründet hat und die auf Speichertechnik spezialisiert ist.“ Younicos hat unterschiedliche Energiespeicher im Programm:

  • Mobiler Bürospeicher (0,7 kWh)
  • Heimspeicher (4 – 12 kWh)
  • Ladestation mit Speicher
  • Großspeicher z.B. für die autonome Energieversorgung (1 MWh Testanlage im Berliner Adlershof bei Solon, Simulation einer autarken Versorgung einer Gemeinde mit 1500 Einwohnern)

3.) Speicher der SBWW GmbH
Bei den Speichern wird neben Bleiakkus, Redox-Flow Batterien auch der Kolibri Akku erklärt. Warum sollten sie das tun, wenn sie keinen anbieten?

Fazit:
Neben der Kooperation im Bereich der Heimspeicher könnte Younicos/Solon ebenfalls Partner beim Bau der 10 MWh Anlage sein – die Erfahrung bringen sie zumindest mit … Wer auch immer die Partner und Kunden von DBM Energy bzw. der Kolibri Power Systems AG sind, wir werden es in den nächsten Tagen erfahren…

Ein kleines Update von Papstar, eine der ersten Firmen die das Potential der Kolibri Batterie der DBM Energy erkannt haben. Papstar setzt mittlerweile 11 Kolibri Akkus aktiv ein und hat zwei weitere bestellt. Die Schubmaster Stapler laufen dabei 25h am Stück, was ungefähr 18h Netto Betriebsstunden entspricht. Aufgeladen wird zwischen 2,5 und 4 Stunden. Daten der Batterie:

  • 48 V
  • 560 Ah
  • = 26,88 kWh
  • 790 kg inkl. Batterietrog (die Batterie wurde „künstlich“ beschwert um das Mindeststaplergewicht einzuhalten)